Der Spielmodus Stille Post

Zeichnen, beschreiben, wieder zeichnen - wie eine Kette aus Bildern und Sätzen entsteht, wer wann was sieht und wie sie nicht reißt.

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Stille Post kennst du vom Kindergeburtstag - in ColorMari wird daraus eine Kette aus Bildern und Sätzen. Ein Satz wird gezeichnet, die Zeichnung von der nächsten Person beschrieben, die Beschreibung wieder gezeichnet, und so weiter. Was am Ende herauskommt, hat mit dem Anfang oft nur noch wenig zu tun. Genau das ist der Spaß.

So läuft es ab

Jede Person hat ein eigenes Buch, und die Bücher wandern reihum:

  1. Schreiben. Du schreibst einen Satz in dein Buch.
  2. Zeichnen. Jemand anderes zeichnet deinen Satz.
  3. Beschreiben. Die nächste Person sieht nur die Zeichnung - nicht deinen Satz - und beschreibt sie unter „Was ist das?“ in einem Satz.
  4. Zeichnen. Die Beschreibung wird wieder gezeichnet. Und so weiter.

Beim Beschreiben wird dir die Zeichnung so vorgespielt, wie sie entstanden ist. Mit Nochmal abspielen siehst du sie ein zweites Mal. Ist auf einer Zeichnung nichts zu sehen, schreib einfach, was dir einfällt.

Wer was sieht

Niemand sieht mehr als den Zug vor dem eigenen. Du siehst den Satz, den du zeichnen sollst, oder die Zeichnung, die du beschreiben sollst - den Rest der Kette nicht. In der Spielerliste siehst du aber, wer noch an seinem Zug sitzt.

Erst in der Auflösung am Ende wird jedes Buch von vorn bis hinten gezeigt: vom ersten Satz bis zum letzten Bild.

Wenn jemand nichts schreibt

Schreibt jemand nichts, weil die Zeit abgelaufen ist oder die Person gegangen ist, setzt das Spiel einen Text ein, damit die nächste Person etwas zu zeichnen hat:

  • Fehlt eine Beschreibung, gilt der Text davor im Buch weiter.
  • Fehlt der erste Satz, nimmt ColorMari einen zufälligen Prompt, auf Deutsch und Englisch.

In der Auflösung steht dann dabei: „Hier wurde nichts geschrieben - ...“.

Für die Spielleitung

In der Lobby klickst du unter Spielmodus die Karte Stille Post an. Dann kannst du einstellen:

  • Runden: wie viele Züge ein Buch hat, Schreiben und Zeichnen zusammengezählt. Solange es weniger Runden als Mitspieler gibt, kommt jede Person in jedem Buch höchstens einmal vor. Bei mehr Runden kommt ein Buch zu jemandem zurück - zu der Person, die es am längsten nicht mehr hatte, und nie direkt nach ihrem eigenen Zug.
  • Zeit pro Zeichnung und Zeit pro Beschreibung: Beschreiben geht schneller, eine Minute reicht meistens.
  • Mit Zeichnung enden: Jedes Buch endet mit einem Bild. Ein Spiel, das mit einer Beschreibung enden würde, wird dafür eine Runde kürzer.
  • Zeichenvorlagen: Die Spieler dürfen sich ein Bild als Zeichenhilfe in die Leinwand legen - mehr dazu in Mit Vorlagen zeichnen.

Stille Post wird immer mit dem neuen Zeichenprogramm gespielt, mit Ebenen, Filtern und allem, was unter Neue Zeichenfunktionen in der Übersicht steht.

Wie viele Leute braucht es?

Starten lässt sich ab zwei Personen - dann gibt es aber nur Satz und Zeichnung, niemand beschreibt. Eine echte Kette entsteht ab drei. Je mehr mitspielen, desto weiter kann sich das Buch vom ersten Satz entfernen.

Damit die Kette nicht reißt

  • Beim Zeichnen: Zeichne, was im Satz steht, nicht was du vermutest, dass am Anfang stand.
  • Beim Beschreiben: Beschreib, was du siehst - mit allem, was auffällt. „Ein Pinguin mit Regenschirm im Sturm“ gibt der nächsten Person mehr als „ein Vogel“.
  • Am Anfang: Ein Satz mit einer klaren Szene trägt weiter als ein Wortspiel, das nur geschrieben funktioniert. Tipps dazu in Gute Prompts schreiben.
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